Ein Saunabesuch in Litauen ist mehr als nur eine Prozedur – er ist ein Ritual mit tiefer Bedeutung, umwoben von Traditionen, Mythen und vor allem enormen gesundheitlichen Vorteilen. Die Hitze öffnet die Poren, reinigt den Körper und entspannt die Muskulatur, sodass man sich wie neugeboren fühlt. Viele vergessen jedoch, dass die wahren Vorteile nicht nur im Saunagang selbst, sondern auch danach spürbar sind. Die richtigen Verhaltensregeln nach dem Saunagang entscheiden darüber, ob der Kreislauf harmonisiert wird oder ob Stress entsteht. In diesem ausführlichen Artikel gehen wir auf die fünf häufigsten Fehler ein, die selbst erfahrene Saunagänger begehen, und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie den maximalen Nutzen für Körper und Herz erzielen.
Nach einem intensiven Saunagang ist Ihre Körpertemperatur gestiegen, Ihre Blutgefäße haben sich erweitert und Ihr Herz schlägt schneller. Der Körper ist in dieser Situation empfindlich, und eine plötzliche Veränderung seines Zustands, wie beispielsweise ein kaltes Bier oder ein Sprung in eiskaltes Wasser, mag zwar kurzfristig angenehm sein, kann aber langfristig Ihrer Gesundheit ernsthaft schaden. Lesen Sie diese Regeln daher sorgfältig durch, damit jeder Saunabesuch zu einem wahren Wohlfühlmoment wird.
5 goldene Regeln: Was man nach dem Saunagang tun und was man besser lassen sollte.
Fehler nach dem Saunagang mögen unbedeutend erscheinen, beeinflussen aber direkt Herzfrequenz, Blutdruck und die Fähigkeit des Körpers, den Flüssigkeitshaushalt wiederherzustellen. Wenn Sie diese Fehler vermeiden, kann sich Ihr Körper optimal erholen.
1. Fehler: Zu schnelles und übermäßiges Abkühlen nach dem Saunagang
Kaltes Wasser nach der Sauna ist zweifellos wohltuend, es verleiht der Haut einen strahlenden Teint und spendet neue Energie. Ein zu plötzlicher Kälteschock kann jedoch gefährlich sein, insbesondere bei Herz- oder Blutdruckproblemen. In der Hitze weiten sich die Blutgefäße (Vasodilatation), um sich abzukühlen. Ein plötzlicher Kälteschock führt zu einer abrupten Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion). Dieser rasche Prozess kann Herzrhythmusstörungen und einen starken Blutdruckanstieg verursachen und bei anfälligen Personen das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen.
Was man richtig macht: allmähliches Abkühlen
- Übergangsstadium: Gehen Sie zunächst in einen kühleren Raum im Freien, damit Ihr Körper auf natürliche Weise etwas Wärme abgeben kann. Ein paar Minuten Ruhe sorgen dafür, dass sich Ihr Herzschlag wieder normalisiert.
- Kühlung von den Füßen: Wenn Sie später kalt duschen, baden oder schwimmen möchten, kühlen Sie Ihren Körper langsam ab. Beginnen Sie mit Füßen und Händen und arbeiten Sie sich dann zu Brust und Kopf vor. So wird der Schock für Ihren Körper minimiert.
- Lassen Sie Ihren Kopf nicht in einem überhitzten Zustand zurück: Wenn Ihnen zu heiß ist, kühlen Sie zuerst Nacken und Gesicht. Die Kühlung des Kopfes ist wichtig, um Schwindel oder einen Hitzschlag zu vermeiden.
2. Fehler: Dehydrierung ignorieren und Alkohol trinken
In einer heißen Sauna kann der Körper je nach Intensität 0,5 bis 1,5 Liter Flüssigkeit pro Stunde verlieren. Wird dieser Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen, kann dies zu Dehydrierung, Kopfschmerzen, Müdigkeit und sogar zu einem Blutdruckabfall führen. Leider ist einer der häufigsten Fehler, den dehydrierten Körper mit Alkohol zu tränken.
Alkohol wirkt harntreibend – er fördert den Flüssigkeitsverlust und verstärkt die Dehydrierung, was Leber und Herz belastet. Nach Hitzestress ist Alkohol besonders gefährlich, da er die Wärmeregulation und die normale Regeneration stört. Vermeiden Sie Alkohol daher unbedingt für mindestens einige Stunden nach einem Saunabesuch.
Was man richtig machen sollte: Qualitativ hochwertige Flüssigkeitszufuhr
- Wasser und Mineralien: Am besten eignet sich reines Wasser, Wasser mit Zitrone oder Mineralwasser, das hilft, den Elektrolythaushalt wiederherzustellen.
- Kräutertees: Warme, nicht zu süße Kräutertees (wie Minze, Kamille oder Lindenblüte) helfen, den Körper zu beruhigen und ihn sanft von innen zu kühlen.
- So schnell wie möglich: Beginnen Sie bereits während des Saunagangs mit dem Trinken von Flüssigkeit (in kleinen Schlucken) und setzen Sie dies auch nach der Anwendung fort. Trinken Sie mindestens doppelt so viel Flüssigkeit wie üblich.
3. Fehler: Rückkehr zu intensiver Aktivität oder Arbeit
Viele denken, ein Saunabesuch sei nur eine kurze Auszeit vor dem Alltag. Tatsächlich wirkt sich ein Saunagang aber ähnlich wie ein leichtes sportliches Training auf den Körper aus: Die Muskeln entspannen sich, die Durchblutung wird angeregt und das zentrale Nervensystem beruhigt sich. Setzt man sich direkt nach dem Saunabesuch an den Computer oder verrichtet schwere körperliche Arbeit, unterbricht man den Entspannungsprozess und belastet müde Muskeln und Herz zusätzlich.
Was man richtig machen sollte: Ruhe und Entspannung
Nach einem Saunagang sehnt sich Ihr Körper nach Ruhe und Entspannung. Nutzen Sie diese Zeit, um alle Vorzüge der Sauna voll auszukosten:
- Stille und Frieden: Nehmen Sie sich mindestens eine Stunde Zeit für ruhige Aktivitäten. Lesen Sie ein Buch, unterhalten Sie sich mit Ihren Lieben, aber vermeiden Sie stressige Aufgaben oder körperliche Anstrengung.
- Der Zustand des Körpers, bereit zum Schlafen: Ein Saunagang ist ideal, um den Körper auf einen erholsamen Schlaf vorzubereiten. Wenn möglich, sollten Sie abends in die Sauna gehen und sich etwas früher ins Bett begeben. So können sich Ihre Muskeln optimal erholen.
4. Fehler: Direkt nach dem Saunagang mit scharfer Seife duschen.
Einer der Hauptzwecke eines Saunabesuchs ist die Entgiftung der Haut. Die Hautporen öffnen sich, und natürliche Öle und Schweiß treten an die Oberfläche. Auch wenn man den Schweiß danach abwaschen möchte, kann die Verwendung aggressiver Seifen oder Shampoos direkt im Anschluss mehr schaden als nutzen.
Aggressive Chemikalien können die natürliche Schutzschicht der Haut angreifen, bevor sich die Poren vollständig geschlossen haben. Dies kann zu trockener Haut, Reizungen und dem Verlust der pflegenden Öle führen. Vermeiden Sie insbesondere Duschgels mit starkem Duft.
Was man richtig machen sollte: sanfte Hygiene und Ernährung
- Einfaches Abspülen: Waschen Sie sich zunächst unter warmem oder kaltem Wasser, ohne dabei irgendwelche Produkte zu verwenden. Dadurch wird der Schweiß abgewaschen und Ihre Haut kann sich etwas abkühlen.
- Bitte warten: Warten Sie mindestens 15–20 Minuten, bis Ihre Körpertemperatur wieder normal ist und sich Ihre Poren zusammenziehen. Verwenden Sie erst dann, falls nötig, eine milde, pH-neutrale Seife.
- Flüssigkeitszufuhr: Sobald sich Ihre Haut vollständig beruhigt und abgekühlt hat, verwenden Sie eine leichte, pflegende Körperlotion oder ein Körperöl, um den Feuchtigkeitshaushalt wiederherzustellen und Ihre Haut zu beruhigen.
5. Fehler: Sich in Eile anziehen und aus dem Haus gehen
Nach dem letzten Saunagang, selbst wenn Sie sich bereits abgekühlt fühlen, reguliert Ihr Körper weiterhin aktiv Ihre Körpertemperatur. Wärme strahlt noch von innen ab, und Ihr Wärmeregulationssystem arbeitet auf Hochtouren. Schnelles Anziehen und Verlassen der Sauna kann erneutes Schwitzen und anschließend ein plötzliches Frieren auslösen, was zu einer Erkältung führen kann. Zudem kann ein zu schnelles Verlassen der Entspannungszone aufgrund von Blutdruckveränderungen einen plötzlichen Energieabfall oder Schwindel verursachen.
Was man richtig machen sollte: ein langes Abkühlprotokoll
- Zeit zum Abtrocknen: Hüllen Sie sich in ein weiches Handtuch oder einen Bademantel und verbringen Sie mindestens 30 Minuten in einem Ruhebereich. Lassen Sie Ihren Körper in Ruhe seine normale Temperatur erreichen.
- Sitzende Ruhepause: Setzen oder legen Sie sich hin. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Dies ist besonders wichtig für Menschen, die zu Schwindel neigen. Ihr Herz und Ihr Kreislauf werden Ihnen die Zeit zur Stabilisierung danken.
- Gesunder Snack: Nach der Abkühlphase ist es Zeit für einen leichten, mineralstoffreichen Snack wie Obst, Käse oder Nüsse. So können Sie Ihre Energiereserven wieder auffüllen, ohne Ihren Magen zu belasten.
Warum ist regelmäßiges Saunabesuchen eine Garantie für Gesundheit?
Saunabesuche zählen zu den effektivsten Methoden, das Herz-Kreislauf-System zu trainieren – vorausgesetzt, sie werden richtig angewendet. Die Sauna stimuliert das Hormonsystem, verbessert die Durchblutung und erhöht die Endorphinproduktion, was zu besserer Stimmung und weniger Stress führt. Allerdings sind all diese Prozesse sensibel. Werden die Regeln missachtet, steigt nicht nur das Risiko körperlicher Beschwerden, sondern es können auch langfristige negative Folgen auftreten.
Beispielsweise ist ein kontrollierter Temperaturwechsel (heiß-warm-kalt) ein hervorragendes „Training“ für die Blutgefäße – sie lernen, schnell mit Zusammenziehen und Erweitern zu reagieren. Ist der Temperatursprung jedoch zu groß und unkontrolliert (z. B. von einer 90 °C heißen Sauna plötzlich in 0 °C kaltes Wasser), erleidet das Herz einen Schock, der eine kurzfristige, aber intensive Stressreaktion auslöst.
Zusätzlich trägt eine erholsame Ruhepause und ausreichende Flüssigkeitszufuhr nach dem Saunagang zur Normalisierung des Blutdrucks bei. Wird dieser Schritt ausgelassen, kann der Blutdruck (aufgrund von Dehydrierung und erweiterten Blutgefäßen) zu niedrig bleiben, was zu Schwäche oder sogar Ohnmacht führen kann.
Sauna-Ritual: Erstellen Sie Ihren eigenen Gesundheitsplan

Um die Sauna sicher und effektiv zu genießen, ist es wichtig, nicht nur zu wissen, was man nicht tun sollte, sondern auch einen persönlichen Saunaplan zu erstellen, der dem Körper hilft, sanft von der Hitze zur Entspannung überzugehen.
- Vorbereitung: Trinken Sie vor dem Betreten der Sauna ein Glas Wasser. Planen Sie nach Ihrem Saunagang mindestens eine Stunde Ruhezeit ein.
- Saunabesuch: Lassen Sie es nicht zu heiß werden. Wenn Sie sich unwohl fühlen, verlassen Sie die Sauna. Besuchen Sie die Sauna in mehreren kurzen Sitzungen (10–20 Minuten) mit kurzen Abkühlpausen dazwischen.
- Erste Kühlung: Die ersten 10 Minuten nach dem Saunagang dienen dem langsamen Abkühlen in einem kühleren Raum. Waschen Sie den Schweiß mit warmem Wasser ab.
- Flüssigkeitszufuhr: Rehydrieren Sie sich! Trinken Sie frische Säfte, Tees oder Mineralwasser.
- Lange Rast: Der wichtigste Schritt: Mindestens 30–60 Minuten ruhig liegen oder sitzen, zugedeckt mit einem Kittel. Geben Sie Ihrem Herzschlag und Blutdruck Zeit, sich vollständig zu normalisieren.
- Sanfte Dusche und Haut: Erst wenn es vollständig abgekühlt ist, können Sie milde Seife verwenden und Ihre Haut eincremen.
Zusammenfassung
Die gesundheitlichen Vorteile einer Sauna liegen auf der Hand: Sie stärkt das Immunsystem, reinigt die Haut, löst Muskelverspannungen und hebt die Stimmung. Um jedoch den maximalen Nutzen zu erzielen und Ihr Herz zu schützen, ist die goldene Regel zu beachten: Nach dem Saunagang sollten Sie sich nicht hetzen. Langsames Abkühlen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und genügend Ruhezeit machen den Saunagang zu einem nicht nur angenehmen, sondern auch sicheren Wellness-Ritual. Wenn Sie diese fünf häufigsten Fehler vermeiden, können Sie die Sauna länger, sicherer und besser genießen.
Denk daran: Sich nach dem Saunagang etwas Gutes zu tun, ist der größte Respekt, den du deinem Körper nach der intensiven Hitze entgegenbringen kannst. Entspanne dich, trinke Wasser und genieße die Ruhe!
